Donnerstag, 15. Januar 2009

"Salam, Qassam!"

"Salam, Qassam!", schreibt Alex Feuerherdt in der 'Jungle World' über die vermutlich grössten judenfeindlichen Aufmärsche seit dem Ende des 2. Weltkrieges.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Die Demo vom Sonntag in Berlin soll offenbar nicht so israelsolidarisch gewesen sein sowie ein Aufruf zur israelsolidarischen Demo in Bern

Ersteres im Titel Angesprochene schreibt jedenfalls die 'Redaktion Bahamas' - an der sich dieses Blog nach wie vor nahe orientiert. Wer solche 'Freunde' hat, wie die, welche in Berlin die Parole ergriffen haben, der braucht tatsächlich keine Feinde mehr.

Am Samstag - leider ausgerechnet am Schabbat - findet nun auch in Bern eine "Kundgebung für Israel" statt. Dieses Blog unterstützt diese Demonstration und bringt gleichzeitig ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass am Samstag eine wirkliche und absolute israelsolidarische Kundgebung zu sehen und zu hören sein wird. Die Rednerliste nährt diese Hoffnung.

Der Autor dieses Blogs wird voraussichtlich ebenfalls gemeinsam mit hoffentlich vielen israelsolidarischen Menschen - ob Juden oder Nicht-Juden - anwesend sein um gegen den radikal-islamistischen eliminatorischen vernichtungsantisemtischen Dschihadismus zu demonstrieren, welcher der grösste Feind Israels ist und der durchaus mit militärischen Mitteln bekämpft werden muss.

Montag, 12. Januar 2009

"Der „friedliche“ Judenhass"

An den 'Friedensdemonstrationen' der letzten Zeit, bei denen es eher weniger um 'Frieden', dafür umso mehr um Hass ging, und an denen sich die antisemtische Fratze in aller Deutlichkeit in der Öffentlichkeit präsentierte, konnte man erahnen, dass der Judenhass nach wie vor weltweit virulent ist - sei es bei den Islamisten, sei es bei den steinzeitlinken Antizionisten oder sei es bei Teilen der 'Mitte der Gesellschaft'.

Manche Medien lassen sich von dieser Pogromstimmung anstecken und lassen sich zum nützlichen Idioten der Hamas-Propaganda einspannen.

Lizas Welt stellt zusätzlich fest, dass in manchen Medien im Zusammenhang mit den 'Friedensdemonstrationen' von "friedlichen" Kundgebungen geschrieben wird, obwohl genau dies nicht zutrifft. (Link)

Sonntag, 11. Januar 2009

Unappetitliche Aufwallung des Antisemitenzorns in den Strassen Berns

Bevor dann heute Nachmittag in Berlin auf die anti-israelischen Aufmärsche der letzten Tage des orientalischen Mobs, der Internationale der Antisemiten und der bauchlinken Terrorversteher eine Demonstration folgen wird, die Israel eher wohl gewogen sein wird, soll an dieser Stelle ein kurzer Rückblick auf die heutige Kundgebung in Bern geworfen werden. Ich war allerdings nicht selber vor Ort präsent. Als Medienkonsument erschliesse ich mir die Geschehnisse jedoch aus den Medien, die darüber berichten. Dies allein genügt schon, um zu erahnen, dass es sich bei dieser Demonstration um eine unappetitliche Veranstaltung gehandelt haben muss.

Folgende (vom Blick für Arme, von '20 Minuten' übernommenen) Bilder - die ja oftmals wirkungsvoller sind als Textwüsten - sind nicht etwa auf den Strassen einer arabischen Hauptstadt entstanden, sondern mitten in den verwinkelten Berner Altstadt-Gässchen:






NZZ onlinte macht Folgendermassen auf:

"Mehr als 7000 an Nahost-Demonstration in Bern - Friedlicher Verlauf – «Wir haben ein starkes Zeichen gesetzt»" (Link)

Besonders hervorheben möchte ich einen Leser-Kommentar zum Artikel:

"Pogromstimmung in Bern
Ich habe heute die Demonstration direkt in Bern mitverfolgt. Die Demo war sehr agressiv. Muslimische Teilnehmer, viele Junge, skandierten 'Allah hu Akbar", "Hamas" und "Tot Israel". Bildnisse der israelischen Regierung wurden mit Schuhen beworfen. Kein Jude hätte sich an diese Demonstration gewagt.
Die linken Demonstrationsteilnehmer schienen sich nicht zu kümmern. Die Linke ist zum Kollaborateur der Islamisierung Europas geworden."

Der 'Tages-Anzeiger' meint: "Proteste gegen den Krieg: «Wir sind besorgt, traurig und wütend»" (Link)

Die Tagesschaut von SF - als Abschluss dieses Medienspiegels - stellte den Demonstranten auch eine grosszügige Plattform zur Verfügung:



Folgendes Video bezieht sich auf die Ausstrahlung der Hauptausgabe um 19.30 Uhr:



Eine ganz normale Anti-Israel-Kundgebung also - zwar nicht auf der vielzitierten 'arabischen Strasse', sondern auf den Strassen der Bundeshauptstadt. Dabei diente die Demonstration als Ventil, um in der Öffentlickeit, wenn auch möglicherweise nicht offen antisemitische, so doch zumindest äusserst einseitige ressentimentgeladene anti-israelische Botschaften zu verkünden. Dass diesbezüglich jedoch der (latente, vermutlich aber auch offene) Antisemitismus virulent bleibt, und er sich äusserst schnell in Gewalt umformen könnte, muss wohl nicht speziell erwähnt werden.

Gut, dass es heute in Berlin eine Pro-Israel-Demonstration geben wird. Ob wohl SF darüber auch ausführlich berichten wird?

Samstag, 10. Januar 2009

"Solidarität mit Israel - Stoppt den Terror der Hamas - Support Israel to stop Hamas terror"

Nachdem an den letzten 2 Wochenenden auf den Strasse Europas und auch in der Schweiz all diejenigen Terrorversteher gegen Israel demonstriert haben, von denen man sich nach Möglichkeit intellektuell, aber auch physisch fernhält, gehört morgen Sonntag der Kiez zumindest in Berlin den Pro-Israel-Leuten. Dieses Blog unterstützt den Aufruf der Jüdischen Gemeinde zu Berlin für die morgige Kundgebung in Berlin gegen den Terror der Hamas und für Solidarität mit Israel. Der Aufruf wird von einem breiten Bündnis getragen, dem unter anderem Antideutsche angehören.

Wenn 'Israel-Kritiker', Antizionisten und ordinäre Antisemiten demonstrieren

Heute Samstag soll in Bern bereits wieder eine anti-israelische Demonstration (oder vergleiche auch hier den Demonstrationsaufruf) stattfinden. Wird dabei wohl wieder "kurz am Rande" (Zitat: Geri Müller) ein eindeutig antisemitisches Motiv zu sehen sein?

Alle Antifas sollten diesem Spuk morgen ein Ende mit Schrecken zubereiten. Ach, stimmt: Die Schweizer Antifa-Kiddies werden aller Voraussicht morgen ja mitmarschieren. (Link)

Freitag, 9. Januar 2009

"Propaganda-Video zu Gaza-Opfern"

Die NZZ schreibt in ihrer gestrigen Ausgabe ebenfalls Folgendes:

"Propaganda-Video zu Gaza-Opfern

Paris, 7. Jan. (afp) Der öffentlichrechtliche französische Fernsehsender France 2 ist bei seiner Berichterstattung über den Gaza-Konflikt einem Propaganda-Video aufgesessen. France 2 strahlte am Montag ein Video aus, das angeblich die Opfer eines israelischen Angriffs am 1. Januar zeigte. In Wirklichkeit handelte sich aber um Bilder, die bereits 2005 entstanden und die Folgen einer durch einen Unfall ausgelösten Explosion zeigten. Der Sender musste sich darauf für die falsche Berichterstattung entschuldigen. Tatsächlich zeigte der Film Szenen nach der Explosion von Raketen der Hamas, die auf einem Lastwagen gelagert und bei einem Unfall explodiert waren." (Link)

Bezüglich des Rests des Artikels von Viktor Kocher wirft diese Feststellung doch erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der palästinensischen Quellen auf - inwieweit soll etwa der palästinensische Ableger des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNRWA (hier handelt es sich jedoch um ein Video aus dem Jahre 2007, das aber eindrücklich die These widerlegt, wonach "weder die UNRWA-Aufsicht noch die dort versammelten Flüchtlinge so etwas (Anmerkung des Autors: Raketenbeschuss aus Uno-Schulen) zulassen würden.") in Gaza, auf den sich die 'Israel-Kritiker' à la Viktor Kocher gerne berufen, wohl glaubwürdiger sein als die israelischen Quellen?

Dan Diner - ein präziser Zeitdiagnostiker

Dan Diner, Historiker, gehört sicherlich zu meinen bevorzugten Autoren des Zeitgeschehens (vergleiche seinen sehr lesenswerten Artikel von 'Spiegel online'). So kann beispielsweise auch bei der Stiftung der Privatbank 'Vontobel' seine Publikation 'Aufklärungen' kostenlos bezogen werden. In der gestrigen Ausgabe der 'Neuen Zürcher Zeitung' erschien sodann endlich einmal ein vernünftiger Artikel vor dem Hintergrund des Gaza-Krieges (veröffentlicht im Feuilleton), der sich - freilich auf einer sublimierten professoralen Wissens-Ebene - mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt beschäftigt. Endlich vor allem deshalb, weil die 'Neue Zürcher Zeitung' mit ihrem Nahost-Korrespondenten, Viktor Kocher, die derzeitige Situation doch eher palästina-freundlich und latent, manchmal aber auch offen, anti-israelisch einschätzt. Mit George G. Szpiro - dem Israel-Korrespondenten - und demjenigen Journalisten, dessen Texte immer mit Umg unterzeichnet sind und dessen Name ich noch nicht herausgefunden habe, ist die 'NZZ' jedoch des Öfteren um eine ausgewogene Darstellung bemüht.

Der Artikel von Diner greift nun aber über das Tagesgeschehen hinaus und zeigt unaufgeregt die Schwierigkeiten der israelisch-palästinensischen Annäherung auf - und zwar wegen beiderseitigen Unzulänglichkeiten.

Was man daraus mitnehmen sollte? Einerseits die folgenden Fremdwörter, die man sich entweder neu aneignen oder wieder in Erinnerung rufen kann:

- Mimikry (meint: Täuschung)
- Katarakten (meint: Stromschnellen)
- Kakofonie (meint: Uneinigkeit, Dissonanz)
- Prärogative (meint: Vorrechte, Vorzüge)
- emblematischen (meint: sinnbildlichen)
- kapriziert (meint: festgelegt, versteift)
- dilatorischen (meint: aufschiebenden, verzögernden)
- depraviert (meint: verdorben, verunstaltet)
- Sakrileg (meint: ein Vergehen an einem Heiligtum)
- Observanz (meint hier: Form, Ausprägung)

Andererseits aber sicherlich auch die Schlüsse, die Diner zieht:

"Mit der Hamas kann Israel im Prinzip keine politische, auf territorialer Unterscheidung zweier Gemeinwesen beruhende Lösung aushandeln. Das wäre mit der Autonomiebehörde von Mahmud Abbas durchaus möglich – wenn nur beide Seiten wollten bzw. könnten. Mit der Hamas wiederum können allein Formen der Waffenruhe und des Waffenstillstandes ausgehandelt werden – auch solche von langer Dauer. Die Konditionen und Regularien eines solchen Abkommens scheinen gegenwärtig blutig ausgehandelt zu werden. Denn ohne Anerkennung bleibt den Protagonisten nur die Sprache der Gewalt. Ihrer Syntax und Grammatik wird man gegenwärtig ansichtig."

Dies sollte all denjenigen Spinnern ein für alle Mal klar werden, die nach wie vor fordern, Israel müsse sich mit der Hamas an einen Verhandlungstisch setzen, um eine "politische" (Zitat: André Marty) Lösung zu finden. Ein Waffenstillstand kann mit den Dschihadisten zwar womöglich ausgehandelt werden - eine langfristige, auf Konzessionen fussende politische Lösung wohl eher weniger. Alles, worüber Israel mit der Hamas über eine Waffenruhe hinaus verhandeln könnte, wäre einzig die Frage, wann Israel von der Landkarte verschwinden soll. Für einmal sind die 'Israel-Kritiker' - ihr wisst schon: diese Wissenschafts-Imitatoren, deren kognitive Prozesse oftmals an Denkattrappen erinnern -, die ansonsten auch bei der 'NZZ' in den Leser-Kommentaren allgegegenwärtig sind und ihre abenteuerlichen Thesen breittreten, verdächtig still und melden sich ausnahmsweise kaum zu Wort. Und das ist auch gut so.

Mittwoch, 7. Januar 2009

"Das „Kana-Massaker“ der Hamas?"

Vor dem Hintergrund des tragischen Ereignisses von gestern, als die IDF offenbar das Feuer erwiderten und dabei neben Hamas-Terroristen, die von einer Uno-Schule aus israelische Soldaten beschossen haben, wohl auch mehrere Zivilisten getroffen haben, nimmt der internationale und diplomatische Druck vor allem auf Israel zu. Die aktivistischen Politiker, allen voran der umtriebige französische Staatspräsident Sarkozy, wollen ihre oftmals bloss auf die Wählergunst und Fundierung der eigenen Machtposition ausgerichtete vermeintliche Problemlösungskompetenz in den Gaza-Krieg einbringen, was zwar, wenn der Hebel an der richtigen Stelle (lies: bei der Hamas) angesetzt würde, nicht per se verkehrt sein muss.

Den ritualisierten Verurteilungsmustern, die seltsamerweise immer dann einsetzen, wenn die IDF - als Garantin der Sicherheit des demokratischen Rechtsstaates Israel und seiner Bürger - ihren Auftrag nicht nur theoretisch, sondern und vor allem in der Praxis wahrnehmen, haftet etwas Ungutes, ja zumeist etwas latent Ressentimentgeladenes an. Ist es abwegig zu vermuten, dass die sogenannte Weltgemeinschaft immer dann besonders laut aufheult, wenn sich Israel - also der jüdische Staat - in Zeiten des Krieges befindet? Ist es nicht merkwürdig, dass andere blutige und tragische Kriege der Gegenwart, etwa in Darfur, etwa an der kongolesisch-ugandischen Grenze oder etwa in Sri Lanka, in der Regel für die Uno und die Staatengemeinschaft wenn auch vielleicht nicht unbedingt von geringerer Bedeutung, so doch zumindest von geringerer Publizität sind? Was sind die Gründe dafür?

Natürlich ist Krieg etwas Fatales - etwas, wo "(...) im Wesentlichen «ganz normale» Angestellte, Lehrer, Handwerker und Facharbeiter – unter dem Einfluss der Umstände – dem Druck der militärischen Organisation, der Legitimation durch Ideologie und Befehle von oben, der Bereitschaft der Kameraden, Schiessbefehle gegen Zivilisten auszuführen, der Angst, die Zugehörigkeit zur Gruppe zu verlieren – zu Massenmördern wurden, ohne dazu gezwungen worden zu sein. Auch aus den Genoziden in Rwanda, Bosnien, Kambodscha und aus vielen weiteren Konflikten wird berichtet, wie unter dem Druck der Kriegssituation die persönliche Ethik schwindet, der «Gegner» oder die Opfer nicht mehr als Menschen betrachtet werden und Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern, sogar Gewöhnung an den Akt des Tötens möglich wird." (Zitat von Kurt R. Spillmann)

Nun trifft jedoch genau diese Beschreibung auf die IDF vielfach kaum zu, da sie diejenigen Streitkräfte sind, die am meisten auf humanitäre Standards Rücksicht nehmen. Es wäre mir jedenfalls nicht bekannt, dass eine Armee - mit Ausnahme der US Army vielleicht - vor Beginn der jeweiligen Einsätze die Zivilbevölkerung mittels Flugblättern, Anrufen und SMS auffordert, das Gebiet zu verlassen. Auch darf man in diesem Krieg nicht vergessen, wer ursächlich dafür verantwortlich ist: Nämlich die Hamas, die am 19. Dezember den auslaufenden Waffenstillstand einseitig nicht wiederverlängert hat und seither, aber auch bereits vorher, Hunderte von Rakten und Granaten auf israeliches Gebiet gefeuert hat - dies notabene meistens aus zivilen Einrichtungen wie z.B. Uno-Schulen.

Der zunehmende Druck auf Israel beruht einmal mehr auf falschen Prämissen. Nicht die hauptsächlich gegen radikal-islamistische Terroristen vorgehende IDF nehmen bewusst kalkulierend und kaltblütig Zivilisten ins Visier, sondern die Hamas, die - wenn sie denn könnte und nicht von der IDF daran gehindert würde - möglichst viele israelische Zivilisten töten möchte und darüber hinaus die palästinenische Zivilbevölkerung als Geisel für ihren eliminatorischen Antisemitismus genommen hat. Lizas Welt fragt daher zu Recht, ob es sich beim gestrigen zweifellos tragischen Ereignis etwa um das "Kana-Massaker der Hamas" handele? (Quelle)

Sonntag, 4. Januar 2009

"So this is the new year - And I don't feel any different" (Zitat: Death Cab for Cutie)

Den vermutlich an einer Hand abzuzählenden Lesenden dieses Blogs wünscht Höllensturz an dieser Stelle ein gutes Neues Jahr. Mögen - sofern vorhanden - Eure Ziele und Wünsche in erfahrbare Wirklichkeit übergehen..

And now for something completely different:

Die Militäroperation 'Gegossenes Blei' der israelischen Streitkräfte gegen die Hamas-Dschihadisten konnte in der Zwischenzeit noch nicht zu ihrem erhofften Abschluss gebracht werden. Mit dem Einsatz von Bodentruppen scheint jedoch Zuversicht angebracht zu sein, dass das Ziel der israelischen Regierung - "einen direkten und harten Schlag gegen die Hamas auszuüben und die abschreckende Stärke der IDF zu erhöhen, um langfristig eine verbesserte und stabilere Sicherheitssituation für die Bewohner des südlichen Israels zu schaffen" - möglichst rasch und hoffentlich unter grösstmöglicher Schonung der palästinensischen Zivilbevölkerung erreicht werden kann.

Die internationalen Verurteilungsrituale halten wie gewohnt mit der Militäroperation dynamisch Schritt. Obwohl mit Angela Merkel und ein paar anderen wenigen Politikern für einmal von unerwarteter Seite Unterstützung für das nachvollziehbare und legitime Vorgehen Israels signalisiert wird, spielt die Uno das bekannte Trauerspiel: Würden nicht die USA im Sicherheitsrat einseitige und wenig hilfreiche arabische Resolutionsentwürfe (wie z.B. derjenige, der jüngst von Libyen lanciert wurde) verhindern, würde sich die Uno zum Erfüllungsgehilfen der Hamas machen. Bezeichnend für die zunehmende Isolierung Israels in der Weltöffentlichkeit ist auch, dass sich der Sprecher der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft - wohl aufgrund der geharnischten Reaktion von Amr Mussa, Generalsekretär der Arabischen Liga, - für die am Vortag geäusserte Bemerkung, der Vormarsch Israels in den Gazastreifen sei defensiv ausgerichtet und deshalb eine "Selbstverteidigung", entschuldigt hat. Auch irritiert es zu sehen, dass in einigen arabischen Staaten - die ansonsten nicht eben bekannt sind für Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit - nun Tausende von Leuten gegen Israels Vorgehen demonstrieren, während am gleichen Tag in Bagdad eine Selbstmordattentäterin nahezu 40 unschuldige Zivilpersonen mit in den Tod reisst und dies der aufgebrachte ummasolidarische Mob anscheinend protestlos hinnimmt. Daran, dass im 'Westen' - und nicht zuletzt auch hierzulande - bei legitimen Operationen der IDF anti-israelische Kundgebungen stattfinden, hat man sich leider bereits gewöhnt.

Um diese teilweise moralinsauren und vielfach antisemitischen, antizionistischen und anti-israelischen Verurteilungsrituale nicht kommentarlos hinzunehmen, verweise ich auf einige Artikel:

"Solidarität mit Israel!", fordert etwa Lizas Welt (Link)

"Die zwölf wichtigsten Antworten zum Gaza-Krieg", geliefert von der 'Welt' (Link)

"Verhältnismäßigkeiten" beleuchtet wiederum die 'Welt' (Link)

"Israel als Jude unter den Staaten", konstatiert Stephan Grigat auf hagalil (Link)

Zum Schluss der Hinweis auf die "Stellungnahme des BAK Shalom zur Operation "Gegossenes Blei" des Staates Israel", formuliert vom BAK Shalom, eine - wie ich denke - in Fragen der Israel-Solidarität bisweilen durchaus löbliche Ausnahme innerhalb der Partei 'Die Linke', die ansonsten (personifiziert durch Norman Paech) doch eher von Antizionisten von altem Schrot und Korn dominiert wird. (Link)